240 Minuten Fußball

Am 11. Juni 2010 startet in Südafrika die erste Fußball-Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden. Im Vorfeld dieser 19. Endrunde nähert sich die Fußballfilmreihe »Im Flutlicht« in Kooperation mit »Radio Afrika TV« dem Kontinent und seinem liebsten Spiel an. An vier Spieltagen werden insgesamt sechs Filme im Wiener Programmkino Schikaneder gezeigt.

Togo
(2008, CH, Regie: Pierre Morath und Nicholas Peart, Länge: 78′, OmeU)
Am 8. Oktober 2005 qualifiziert sich Togo zum ersten Mal in seiner Geschichte für die Endrunde einer Fußballweltmeisterschaft. Für das togoische Volk grenzt dieser Erfolg an ein Wunder. Doch im Hintergrund des Fußballfiebers, der Begeisterung und der Hoffnungen eines ganzen Volkes versteckt sich die harte Realität. Während der Weltmeisterschaft 2006 gibt das Auftreten der »Sperber« aus Togo sowohl auf dem Spielfeld wie auch hinter den Kulissen Aufschluss über die Wunden eines Landes und die Fehlleistungen eines Systems.

One Goal
(2008, ESP, Regie: Sergi Agusti, Länge: 26′, OmeU)
Dieser dokumentarische Kurzfilm von Sergi Agusti macht uns zu Zeugen junger Kriegsinvaliden aus Sierra Leone, auf ihrem Weg in den Frieden, den sie Jahre zuvor begonnen haben. Ursprünglich gezeichnete Symbole des Krieges, wurden sie zur Metapher einer großen Leidenschaft: Fußball.

Africa 11
(2008, AT, Regie: Stefan Lukacs und Tobias Müller, Länge: 25′, OmeU)
Als Emmanuel Ekeigwe im Jahr 2001 nach Wien kam, war für den ehemaligen professionellen Fußballer aus Nigeria klar, dass er auch in Österreich seine Profession nicht aufgeben will. Nachdem er die Widrigkeiten der Diskriminierung in der lokalen Fußballszene kennen lernen musste, entschied er sich sein eigenes Team zu Gründen – ausschließlich für afrikanische Immigranten. Das war die Geburtsstunde der »New African Football Academy«. Mit einer Sondergenehmigung des Verbandes nimmt somit seit dem Jahr 2005 eine Mannschaft am österreichischen Spielbetrieb teil, die ausschließlich aus Afrikanern besteht.

Girls Dream
(2010, DE, Regie: Antje Grothe, Länge: 7′)

Sold Out
(2002, AT, Regie: John Buche, Länge: 52′)
Der Dokumentarfilm »Sold Out. From Street to Stadium« thematisiert die Abhängigkeiten und Beziehungen zwischen den Regionen der Fußballwelt vor einem spezifischen Hintergrund: der »Football Drain« von Afrika nach Europa. Was sind die Träume der kickenden Teenager in Ghana und anderen Fußballländern Afrikas? Wie präsentiert sich die Realität in Europa für die afrikanischen Stars und Sternchen?

Football Fables
(2009, England, Regie: Baff Akoto, Länge: 52′)
Der afrikanische Fußball hat derzeit mehr globale Stars, als jemals zuvor in seiner Geschichte. Doch was braucht ein Spieler, um es vom ländlichen afrikanischen Bolzplatz zu einem europäischen Spitzenclub zu schaffen? Wie schafft es ein junges afrikanisches Talent, Real Madrid oder Manchester United auf sich aufmerksam zu machen?
»Football Fables«, ist ein einzigartiger Dokumentarfilm, der einen noch nie da gewesenen Einblick in das Innenleben der afrikanischen Fußballmigration bietet. Der Film entfaltet sich durch die Augen von Francis, dem talentierten Teenager, am Abstoss zum Traumtransfer. Francis’ Reise wirft Licht auf die Beziehungen zwischen talentierten jungen Spielern, Agenten, Managern und Bürokratie. Eine Kombination, die es trotz allem zu Stande bringt die besten Spieler der Welt zu produzieren.